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Michael Tillmann

Oberschlesier Str.41

48151 Münster

Münster, den 7.5.2012

An den

Rat der Stadt Münster

z.Hd. Herrn OB Markus Lewe


Schützenhofbunker (Anregung nach §24 GO NRW)


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Ratsmitglieder!


Hiermit fordere ich den Rat und die Verwaltung der Stadt Münster auf, bei dem Verkauf und dem evtl. Abriss des Schützenhofbunkers an der Hammer Str./Wörthstr. ihren Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass die Erinnerung an die besondere Geschichte dieses Bunkers gewahrt bleibt. Dazu sollte mindestens ein Teilstück der meterdicken Betonwand erhalten werden, auf dem dann die Mahntafel, die seit 1984 an der Westseite des Bunkers angebracht ist, ihren Platz finden kann.

Zur Begründung füge ich den Text eines Leserbriefes an, den Herr Dr. Arnold Wiebel und ich in der letzten Woche an beide Lokalzeitungen geschickt haben.

Mit freundlichen Grüßen


(Michael Tillmann)



Leserbrieftext:


„Nun soll mit dem Schützenhofbunker einer der letzten und bedeutendsten steinernen Zeitzeugen des letzten Krieges aus Münsters Stadtbild verschwinden. Zu kurz kommt in der Diskussion, dass gerade dieser Bunker eine Geschichte hat, die sich tief in das Bewusstsein vieler Südviertelbewohner eingegraben hat. Eine Gedenk- und Mahntafel an der Westseite des Bunkers erinnert an den fatalen Bombentreffer vom 18. November 1944, bei dem mindestens 68 Menschen, die im Bunker sicher zu sein glaubten, ums Leben kamen. „Die Toten mahnen zum Frieden“, steht oben auf der Tafel. Und so ist der Bunker seit über 20 Jahren am Volkstrauertag Ort einer Gedenkfeier, für die sich die christlichen Gemeinden auf der Geist verantwortlich fühlen. Wer immer jetzt den Verkauf oder Abriss des Bunkers betreibt, ist mitverantwortlich dafür, dass mit der Entsorgung dieses Betongiganten nicht auch die Erinnerung an die Schreckenzeit des Krieges entsorgt wird. Wer auch die letzten Narben des Krieges aus Münster beseitigen will, fördert eine Geschichtsvergessenheit, die nicht zu Münster als Stadt des Westfälischen Friedens passt. Sollte der Abriss des Bunkers nicht mehr zu verhindern sein, muss zumindest ein Stück der meterdicken Betonwand erhalten bleiben, wo die Gedenktafel weiterhin ihren Platz findet und die Erinnerung einen Ort hat.“