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Winfried Welter                                                              Egon Kuhl

Wörthstraße 8 B                                            Straßburger Weg 2

48151 Münster                                                              48151 Münster

05.02.2012

 

Stadt Münster

Herrn Stadtdirektor

Hartwig Schultheiß

Postfach

48127 Münster


Bunker Hammer Straße/Wörthstraße


Sehr geehrter Herr Schultheiß,


ich hatte heute Gelegenheit, in dem Exposé der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben nachzulesen, dass die Stadt Münster bei der Beurteilung für eine Neubebauung des Bunker-Grundstücks von einer Beurteilung des Vorhabens nach § 34 Baugesetzbuch ausgeht. Ich nehme an, dass sich dies nicht nur auf die anschließend im Exposé genannte Höhenentwicklung bezieht, sondern insgesamt auf das Maß der baulichen Nutzung.


Ich möchte Sie schon zu diesem Zeitpunkt darauf hinweisen, dass die Aussage der Stadt Münster zur Erschließung der notwendigen Tiefgarage von der Wörthstraße aus nicht nachvollziehbar ist.


Wörthstraße und Straßburger Weg sind seinerzeit in einem langwierigen Abstimmungs- und Beteiligungsprozess in ein Gesamt-Verkehrskonzept für diesen Teil des Geistviertes einbezogen worden; mit einem insgesamt tragfähigen und bis heute akzeptierten Ergebnis: Keine Einfahrt in die Wörthstraße für den motorisierten Verkehr von der Hammer Straße aus. Dies dient insbesondere der Verhinderung von zusätzlichem Verkehr in diesen Straßen sowie der Erhöhung der Verkehrssicherheit für die zentrale Radwegverbindung aus dem gesamten südlichen/südwestlichen Teil des Viertels in die Innenstadt und zurück.


Ich warne nachdrücklich davor, diesen Zustand zu verändern. Die Tiefgarage für eine geplante Wohnbebauung auf dem Bunker-Gelände hätte eine Kapazität, die keineswegs als marginal bezeichnet werden kann. Sie würde massiv in die derzeitigen Verhältnisse eingreifen und diese ebenso massiv verändern. Ich habe erhebliche Zweifel, ob dies in einem einfachen Baugenehmigungsverfahren entschieden werden kann.


Es gibt im Übrigen keinerlei nachvollziehbaren verkehrlichen Grund, der gegen eine Erschließung von der Hammer Straße aus sprechen würde. Allein auf dem Abschnitt zwischen Wörthstraße und Metzer- Straße gibt es drei solcher Parkraum-Erschließungen, sowohl für Parkplätze hinter der Bebauung als auch für Tiefgaragen. Der Abstand von der Häuserfront zur Straße ist ausreichend dimensioniert, um einem Fahrzeug auch kurzfristiges Halten zum Einordnen in den Verkehr auf der Hammer Straße zu ermöglichen. Hinzu kommt. dass hier eine Busspur existiert, die den Abstand zu den Fahrspuren für den Individualverkehr nochmals vergrößert.


Mit freundlichem Gruß


Winfried Welter